Fragen & Antworten
Diese Fragen werden uns häufig gestellt – hier beantwortet von unseren Pastoren Elina und Tyler.
Warum seid ihr, Elina & Tyler, für eine Gemeindegründung nach Deutschland gekommen?
Es war ganz einfach: Eines Abends hat Tyler in unserer Gemeinde in Kansas gebetet. Während des Gebets hat er gemerkt, wie Gott „Ostdeutschland“ in sein Herz gesprochen hat. Ehrlich gesagt hatten wir keine Ahnung, wie viele Menschen dort an Gott glaubten. „Gibt es da viele Christen? Brauchen sie dort wirklich noch mehr Pastoren?“ Also haben wir uns erkundigt und herausgefunden, dass nur ca. 1 % der Menschen in Ostdeutschland an Gott glauben! Diese Zahl war schockierend und hat uns zutiefst betroffen gemacht. Für Amerikaner ist das nur schwer vorstellbar: In unserer Heimatstadt mit 50.000 Einwohnern gibt es über 100 Kirchen.
Also haben wir uns entschieden, Gottes Ruf zu folgen, und sind zuerst nach Rostock gezogen. Da wir noch kein Deutsch sprechen konnten, haben wir zuerst eine Sprachschule besucht. Nach sechs Monaten haben wir angefangen, die Jugendgruppe einer freien evangelischen Gemeinde zu unterstützen. Diese Zeit war ein großer Lernprozess für uns: die Sprache lernen, die Kultur kennenlernen, Gott in allem vertrauen und Menschen einer anderen Kultur im Glauben begleiten. Es war die schwierigste Zeit unseres Lebens – aber auch die, aus der wir am meisten mitgenommen haben. Wir haben erlebt, wie Gott in und an uns gearbeitet hat, wie wir es vorher nicht für möglich gehalten hätten. Wir glauben, das lag daran, dass wir uns komplett auf ihn verlassen mussten.
Die Jugendgruppe, die wir in Rostock begleiten durften, ist heute gut unterwegs und wächst weiter – dafür sind wir sehr dankbar. Von Januar 2012 bis Dezember 2014 waren wir in Rostock. Danach sind wir zurück in die USA geflogen, um das Fundraising für die Gemeindegründung in Leipzig zu starten.
Warum Leipzig?
Eigentlich dachten wir, wir würden in der Rostocker Gegend bleiben – wir hatten nicht einmal über eine andere Stadt nachgedacht. Doch dann haben wir uns daran erinnert, was Gott uns von Anfang an aufs Herz gelegt hat: eine Gemeindegründung. 2008 hatten wir die Vision, eine Gemeinde zu gründen, aus der langfristig weitere Gemeinden entstehen.
Also haben wir angefangen zu beten, wo genau die erste Gemeindegründung starten soll. Daraufhin rief uns ein Freund an und meinte, wir sollten mal Leipzig besuchen. Als wir das erste Mal in Leipzig waren, bekam Tyler von Gott die Bestätigung, dass dies der richtige Ort ist. Wir sind durch die Stadt gelaufen und haben gebetet. Als wir neben der Oper standen, stand uns auch der Name der neuen Gemeinde ganz deutlich vor Augen: „generations church“ sollte sie heißen. Anschließend haben wir mit unseren Leitern in Amerika gesprochen und die Bestätigung bekommen, dass wir in Leipzig loslegen können.
Braucht Leipzig wirklich noch mehr Gemeinden?
Wir wissen, dass es viele gute Kirchen und christliche Gemeinden in Leipzig gibt, und sind super dankbar für jede von ihnen und für die geniale Arbeit, die sie leisten! Jede einzelne wird gebraucht. Wir schätzen es sehr, Teil der Bewegung in Leipzig zu sein und mit so tollen Pastoren zusammenzuarbeiten. Diese Gemeinden lieben dich, Leipzig! Also warum noch eine neue Gemeinde?
Unsere Hauptmotivation ist, dass wir glauben, dass Gott uns hier haben möchte. Und die Stadt braucht mehr Gemeinden. Wir werden nicht die letzte Gemeinde sein, die sich hier neu gründet – wir hoffen, es werden mehr, als wir uns vorstellen können! Warum? Weil du wichtig bist! Weil dein Nachbar wichtig ist! Und weil der Fremde auf der Straße wichtig ist! Weil 99 % der Menschen in Leipzig Jesus nicht als ihren Schöpfer, Retter und Freund kennen. Jesus ist die beste Botschaft und die größte Hoffnung – und wir wollen, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, von ihm zu erfahren. Vielleicht durch uns, vielleicht durch eine andere Kirche in Leipzig, denn wir alle arbeiten am gleichen Ziel: Menschen zu sehen, die Gott begegnen und durch ihn echte Freiheit erfahren.
Langfristig hoffen wir, dass aus unserer Gemeindegründung viele weitere Neugründungen entstehen. Es gibt viele Stadtteile in Leipzig, in denen es noch nicht ausreichend Gemeinden gibt.
Was bedeutet der Name „generations church“?
Das Buch der Richter, Kapitel 2, im Alten Testament ist das perfekte Beispiel dafür, wie wichtig es ist, das Evangelium an die nächste Generation weiterzugeben:
Sie gehorchten dem Herrn, solange Josua lebte, und auch weiterhin, solange noch die Ältesten des Volkes lebten, die die großen Taten Gottes für Israel mit eigenen Augen gesehen hatten. […] Nach und nach starb auch die ganze ältere Generation, und es wuchs eine neue Generation heran, die vom Herrn nichts wissen wollte und seine großen Taten für Israel nicht miterlebt hatte. (Richter 2,7.10)
Ähnliches ist in Ostdeutschland passiert. Das kommunistische Regime hat es Christen im Osten Deutschlands sehr schwer gemacht, öffentlich über ihren Glauben zu sprechen und ihn weiterzugeben. Viele Menschen haben ihren Glauben nicht an die nächste Generation weitergegeben. Das hat dazu geführt, dass nur noch ca. 1 % der Menschen in Ostdeutschland an Gott glauben.
Unser Gebet ist, dass Gott eine neue Generation erweckt, die sich zu ihm und zu Jesus Christus bekennt und dieses Vertrauen an die nächste Generation weitergibt – und die wiederum an die nächste …
Was ich dir vor vielen Zeugen als die Lehre unseres Glaubens übergeben habe, das gib in derselben Weise an zuverlässige Menschen weiter, die imstande sind, es anderen zu vermitteln. (2. Timotheus 2,2)
Du hast noch mehr Fragen? Super – schreib uns gerne!